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Evaluno

Gemeinschaftskonto Vergleich Schweiz 2026: die besten Konten für Paare und WGs

Isometrische Illustration: zwei Karten über einem gemeinsamen Konto — Gemeinschaftskonto-Vergleich
Aktualisiert am

Ein Gemeinschaftskonto – auch Partnerkonto genannt – ist ein Bankkonto mit zwei oder mehr gleichberechtigten Inhaberinnen und Inhabern, die in der Regel einzeln über das Guthaben verfügen können. Evaluno hat 8 Gemeinschaftskonten von Schweizer Banken und Neobanken verglichen: Kosten, Karten, TWINT, Auslandseinsatz und Eröffnungsbedingungen. Ob Paar, WG oder andere Gemeinschaft, im Vergleich seht ihr direkt, welche Angebote zu euch passen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Gemeinschaftskonto kostet in der Schweiz zwischen CHF 0 und CHF 15 pro Monat. Ein kostenloses Gemeinschaftskonto mit zwei Karten und ohne Vorbedingungen gibt es von Yuh und von der ZKB.
  • Welches Gemeinschaftskonto passt, entscheidet euer Nutzungsverhalten. Wer in der Schweiz regelmässig Bargeld abhebt, prüft die Bezugsgebühren, wer die Karte auch im Ausland einsetzt oder online in Fremdwährung bestellt, den Wechselkursaufschlag.
  • Standard ist das Einzelzeichnungsrecht: Jede Person kann allein über das ganze Guthaben verfügen. Vertrauen ist Grundvoraussetzung für ein Gemeinschaftskonto.
  • Die meisten Gemeinschaftskonten eignen sich für maximal 2 Personen, Konten für mehr als 2 Personen gibt es nur bei ZKB, Raiffeisen und UBS. Einen gemeinsamen Wohnsitz verlangen neon und UBS, bei der Migros Bank braucht es ihn nur für die Gratis-Zweitkarte.

8 Gemeinschaftskonten im Vergleich

Datenstand:

Gemeinschaftskonten im Vergleich — Merkmale in den Zeilen, Anbieter in den Spalten
Anbieter
Yuh Logo

Yuh&Me Gemeinschaftskonto

ZKB – Zürcher Kantonalbank Logo

ZKB Partnerkonto

neon Logo

Neon Duo Partnerkonto

PostFinance Logo

PostFinance Gemeinschaftskonto

Migros Bank Logo

Migros Bank Gemeinschaftskonto

Raiffeisen Logo

Raiffeisen Gemeinschaftskonto

WIR Bank Logo

Bank WIR Gemeinschaftskonto

UBS Logo

UBS me Familien & Paare

Kontoführung pro MonatgratisgratisCHF 6CHF 5gratisgratisgratisCHF 15
Karten2 Debit Mastercard inklusive2 Visa Debitkarten inklusive2 Debit Mastercards je CHF 102 PostFinance Cards inklusive1 Debitkarte inklusive, 2. Karte CHF 30/Jahr1 Debitkarte inklusive, 2. Karte CHF 30-40/Jahr2 Debit Mastercard inklusive2 Debit- und Kreditkarten inklusive
TWINTJaJaTWINT PrepaidJaJaJaJaJa
eBillJaJaJaJaJaJaJaJa
Gemeinsamer Wohnsitz erforderlichNeinNeinJaNeinNeinNeinNeinJa
Anzahl Inhaber22+2222+22+
Besonder­heitenBeide Personen brauchen je ein eigenes Yuh-Konto. Je 1 physische + 1 virtuelle Karte pro Person inbegriffen. Versicherung, gemeinsame Spartöpfe und Multiwährungskonto.Kostenpflichtige ZKB-Zusatzpakete (CHF 6-16/Monat) für Kreditkarten möglich.Beide Personen brauchen je ein eigenes neon-Konto. TWINT nur als Prepaid, nicht ab Konto. Gemeinsamer Wohnsitz zwingend.Kostenlos bei Anlagevermögen ab CHF 25'000, Hypothek oder Lebensversicherung. SmartPlus für CHF 10 mit Kreditkarte und gratis Bargeldbezügen.Gemeinsamer Wohnsitz nur für Gratis-Zusatzkarten nötigPreise je Regionalbank unterschiedlich. Mitgliedschaft via Anteilschein ab CHF 200.Voraussetzung für Konto ist Bankpaket top: Zahlungseingang ab CHF 1'500/Monat, Vorsorge ab CHF 20'000, Hypothek ab CHF 300'000 oder Anteilschein CHF 200 einmalig.Erste 6 Monate gratis, teuerste Fremdwährungskonditionen im Vergleich
Eröffnungs­angebote
CHF 50 Trading Credits mit Code YUHEVALUNOZum Gutschein
CHF 40 Gutschrift mit Code EVANEOZum Gutschein

Quelle: Webseiten, Produktdokumente und direkte Angaben der Anbieter, Stand .

Alle Angaben ohne Gewähr, Zinsen und Gebühren können sich jederzeit ändern. Evaluno erhält bei Abschluss über einzelne Links eine Provision. Das ändert nichts an Resultaten und Rangfolge. Methodik von Evaluno

Was ist ein Gemeinschaftskonto?

Ein Gemeinschaftskonto ist ein Bankkonto, das auf zwei oder mehr Personen lautet und von allen Inhaberinnen und Inhaber genutzt wird. Je nach Bank wird das Konto auch Partnerkonto, gemeinsames Konto oder Haushaltskonto genannt. In der Schweiz wird es fast immer als sogenanntes Oder-Konto geführt. Das bedeutet, jede Person kann allein Zahlungen auslösen, Geld abheben und das Konto einsehen, ohne dass die andere zustimmen muss. Alle Inhaber haften solidarisch, etwa wenn das Konto ins Minus rutscht.

Bestes Gemeinschaftskonto für Nutzung in der Schweiz

Wenn ihr das Gemeinschaftskonto vorwiegend in der Schweiz nutzt, empfiehlt Evaluno diese zwei Angebote:

Empfehlung

Yuh&Me Gemeinschaftskonto

Das Gemeinschaftskonto der Neobank Yuh (gehört Swissquote) funktioniert als Zusatzkonto zu den persönlichen Yuh-Konten beider Personen.

  • Vorteil: Kostenlose Kontoführung und Karten
  • Vorteil: TWINT direkt ab dem gemeinsamen Konto
  • Vorteil: Kein gemeinsamer Wohnsitz nötig
  • Vorteil: eBill, CH-IBAN, gemeinsame Spartöpfe, Multiwährungskonto
  • Nachteil: 1 gratis Bargeldbezug pro Woche, danach CHF 1.90
  • Nachteil: Keine Filialen

Alternative

ZKB Partnerkonto

Das Partnerkonto der ZKB, der grössten Kantonalbank der Schweiz. Es ist Teil des Kontopakets «ZKB Banking» und ist auf Wunsch für mehr als 2 Personen verfügbar.

  • Vorteil: Kostenlose Kontoführung und Karten
  • Vorteil: Filialen und persönliche Beratung
  • Vorteil: TWINT, eBill, CH-IBAN
  • Vorteil: Für mehr als 2 Personen möglich
  • Nachteil: Wechselkursaufschlag 1.25 %
  • Nachteil: Keine virtuellen Karten wie bei Yuh

Bestes Gemeinschaftskonto für Nutzung in Schweiz und Ausland

Wenn ihr das Gemeinschaftskonto auch im Ausland nutzt, z.B. für Bargeldbezüge und Zahlungen in Fremdwährung oder in ausländischen Onlineshops, empfiehlt Evaluno diese zwei Angebote:

Häufige Nutzung im Ausland

neon duo Partnerkonto

Das Partnerkonto der Neobank neon funktioniert als Zusatzkonto zu den persönlichen neon-Konten beider Personen.

  • Vorteil: Tiefer Wechselkursaufschlag (+0.35 %)
  • Vorteil: Bargeldbezug im Ausland 1.5 % Aufschlag (günstiger als Yuh bei Bezügen unter 350 Euro)
  • Vorteil: eBill, CH-IBAN, gemeinsame Spartöpfe, Multiwährungskonto
  • Nachteil: TWINT nur mit Prepaid App möglich (eigene TWINT App angekündigt)
  • Nachteil: Gemeinsamer Wohnsitz zwingend
  • Nachteil: Monatliche Grundgebühr von CHF 6 + einmalig CHF 10 pro Karte

Gelegentliche Nutzung im Ausland

Yuh&Me Gemeinschaftskonto

Das Gemeinschaftskonto der Neobank Yuh (gehört Swissquote) funktioniert als Zusatzkonto zu den persönlichen Yuh-Konten beider Personen.

  • Vorteil: Kostenlose Kontoführung und Karten
  • Vorteil: TWINT direkt ab dem gemeinsamen Konto
  • Vorteil: Kein gemeinsamer Wohnsitz nötig
  • Vorteil: eBill, CH-IBAN, gemeinsame Spartöpfe, Multiwährungskonto
  • Nachteil: Wechselkursaufschlag 0.95 %
  • Nachteil: Bargeldbezug im Ausland CHF 4.90 pro Bezug

Der auffälligste Unterschied: neon duo verlangt einen gemeinsamen Wohnsitz, Yuh&Me nicht. Für Paare mit zwei einzelnen Wohnungen oder WG-Zimmer, für Fernbeziehung oder Geschwister, die gemeinsame Kosten teilen, ist das ein Ausschlusskriterium.

Ab welchem Auslandumsatz lohnt sich welches Konto?

Bei reinem Kartenumsatz im Ausland (ohne Bargeldbezüge) lohnt sich neon duo ab rund CHF 12'000 in Fremdwährung pro Jahr, darunter ist das kostenlose Yuh&Me günstiger. Mit Bargeldbezügen im Ausland sinkt diese Schwelle:

  • Yuh&Me verrechnet CHF 4.90 pro Bezug und 0.95 % Währungskursaufschlag
  • neon duo verrechnet 1.5 % des abgehobenen Betrags und 0.35 % Währungskursaufschlag

Wenn ihr regelmässig im Ausland unterwegs seid oder generell einen hohen Fremdwährungsumsatz mit euren Karten macht, ist das Gemeinschaftskonto neon duo günstiger als das Gemeinschaftskonto von Yuh. Die Berechnung zeigt beispielhaft, wo die Schwelle ist.

Vergleich nach Auslandbezügen und Umsatz in Fremdwährung

Auslandbezüge pro Jahr à EUR 250Yuh&Me günstiger bis Kartenumsatz im Ausland von
0 Bezüge≈ CHF 12'000
12 (= 1x pro Monat)≈ CHF 6'400
24 Bezüge (=2 x pro Monat)≈ CHF 850
ab 26 Bezügeneon duo immer günstiger

Quelle: Angaben von Anbietern (neon duo = Währungskursaufschlag 0.35 % + 1.5 % pro Bezug; Yuh&Me = Währungskursaufschlag 0.95 % + CHF 4.90 pro Bezug)

Bargeldbezüge in der Schweiz mit neon duo und Yuh&Me

Wenn ihr in der Schweiz regelmässig Bargeld bezieht, gilt es die unterschiedlichen Konditionen der beiden Gemeinschaftskonten von neon und Yuh zu beachten.

  • neon duo: 2 Bargeldbezüge pro Monat kostenlos, jeder zusätzliche Bezug kostet CHF 2.50.
  • Yuh&Me: 1 Bargeldbezug pro Woche kostenlos, jeder zusätzliche Bezug kostet CHF 1.90.

Das Yuh Gemeinschaftskonto ist für Bargeldbezüge in der Schweiz etwas attraktiver als das neon Partnerkonto. Das spielt nur eine Rolle, wenn ihr die Karte auch häufig für Bargeldbezüge einsetzt.

Wie funktioniert ein Gemeinschaftskonto im Alltag?

Im Alltag dient das Gemeinschaftskonto als Drehscheibe für alle geteilten Ausgaben: Beide Personen überweisen monatlich einen fixen Betrag oder lassen den Lohn ganz darauf einzahlen, und sämtliche gemeinsamen Rechnungen laufen über dieses eine Konto. Typische geteilte Kosten in einem Schweizer Haushalt sind Miete, Nebenkosten, Serafe, Hausratversicherung, Lebensmitteleinkäufe und Streaming-Abos. Insbesondere für Paare wird das Gemeinschaftskonto gerne auch für Ferien und gemeinsame Ausflüge oder Essen in Restaurants genutzt oder auch für gemeinsame Anschaffungen im Haushalt wie zum Beispiel Möbel. Bei der Nutzung im Ausland und bei Bestellungen von ausländischen Onlineshops sollte unbedingt auch die Gebühren für Bargeldbezüge im Ausland und der Wechselkursaufschlag beachtet werden.

Was kostet ein Gemeinschaftskonto pro Monat?

Ein Gemeinschaftskonto kostet in der Schweiz zwischen CHF 0 und CHF 15 pro Monat (Stand 19. August 2026). Ohne Kontogebühr und mit zwei Karten kommen Yuh&Me und das ZKB Partnerkonto ohne weitere Bedingungen aus. Ein kostenloses Gemeinschaftskonto bieten auch die Bank WIR (mit Zugangsbedingung), Migros Bank (zweite Karte kostenpflichtig, ausser bei gemeinsamem Wohnsitz), Raiffeisen (für Mitglieder). PostFinance verrechnet CHF 5 pro Monat fürs Paar, neon duo CHF 6 pro Monat (CHF 3 pro Person) und UBS me ab CHF 15 pro Monat.

Gemeinschaftskonto, Partnerkonto, Paarkonto oder Haushaltskonto, was ist der Unterschied?

Es gibt keinen: Alle vier Begriffe bezeichnen dasselbe Kontomodell. Gemeinschaftskonto ist der offizielle Bankbegriff, Partnerkonto und Paarkonto werden umgangssprachlich für Paare verwendet, Haushaltskonto betont den Zweck, das Bezahlen gemeinsamer Haushaltskosten wie Miete, Krankenkasse und Einkäufe. Ein WG-Konto ist ebenfalls ein Gemeinschaftskonto, einfach mit Mitbewohnenden statt einem Paar.

Einzel- oder Kollektivzeichnungsrecht: der Unterschied, der im Alltag zählt

  • Beim Einzelzeichnungsrecht (auch «Compte joint» genannt) kann jede Person allein Zahlungen auslösen und Geld beziehen, das ist der Standard für Paare und WGs.
  • Beim Kollektivzeichnungsrecht braucht jede Verfügung die Unterschrift beider Personen. Das schützt vor Alleingängen, macht das Konto im Alltag aber unpraktisch. Die meisten Banken eröffnen Gemeinschaftskonten standardmässig mit Einzelzeichnungsrecht; wer Kollektivzeichnung will, muss dies aktiv verlangen.

Echtes Gemeinschaftskonto oder Workaround?

Nur bei einem echten Gemeinschaftskonto sind beide Personen Kontoinhaber. Bei allen Workarounds gehört das Konto rechtlich einer Person und diese kann die andere jederzeit ausschliessen.

Vollmacht auf ein Einzelkonto

Eine Person eröffnet ein normales Privatkonto und erteilt der anderen eine Vollmacht. Das ist schnell eingerichtet, hat aber zwei Haken: Die bevollmächtigte Person ist nicht Inhaberin – die Vollmacht kann jederzeit einseitig widerrufen werden, und im Todesfall der Kontoinhaberin erlischt sie in der Regel. Für gemeinsame Finanzen auf Augenhöhe ist die Vollmacht deshalb keine gleichwertige Lösung.

Zweitkarte auf ein bestehendes Konto

Einige Banken geben eine zweite Debitkarte auf ein Einzelkonto aus. Die zweite Person kann damit zahlen, hat aber weder Kontozugriff im E-Banking noch Inhaberrechte. Das ist eine Karten-, keine Kontolösung.

Geteilte Spartöpfe bei Neobank Zak

Zak von der Bank Cler bietet kein Gemeinschaftskonto an. Die «geteilten Spartöpfe» erlauben es, einen Topf innerhalb des eigenen Kontos mit einer anderen Person zu teilen, das Konto selbst bleibt aber ein Einzelkonto. Rechnungen und eBill lassen sich nicht direkt aus einem geteilten Topf bezahlen. Wer ein vollwertiges gemeinsames Konto sucht, wird bei Zak nicht fündig; als kostenlose Budget-Hilfe für Paare, die ihre Konten getrennt halten wollen, funktioniert der Ansatz hingegen gut.

Für wen eignet sich welches Gemeinschaftskonto?

Verheiratete Paare und eingetragene Partnerschaften

Verheiratete Paare können bei allen Schweizer Banken ein Gemeinschaftskonto eröffnen. Wichtig zu wissen: Auch in der Ehe bleibt das Guthaben auf dem Gemeinschaftskonto im Aussenverhältnis beiden zuzurechnen – wem es intern gehört, bestimmt der Güterstand, nicht der Kontovertrag.

Unverheiratete Paare

Paaren steht das Gemeinschaftskonto offen, teilweise wird lediglich ein gemeinsamer Wohnsitz verlangt. Für Paare, die nicht an derselben Adresse wohnen, gibt es aber auch Anbieter, die keinen gemeinsamen Wohnsitz verlangen (z.B. Yuh und ZKB).

Wohngemeinschaften

Für Wohngemeinschaften ab 2 Personen eignen sich Gemeinschaftskonten mit Debitkarten als praktisches und transparentes Zahlungsmittel. Die meisten digitalen Gemeinschaftskonten sind auf zwei Personen beschränkt: Yuh&Me und neon duo erlauben genau zwei Inhaberinnen und Inhaber. Wer zu dritt oder zu viert ein Konto führen will, kann ein Gemeinschaftskonto bei der ZKB oder auch bei der Raiffeisen eröffnen.

Familien

Auch für Familien eignen sich Gemeinschaftskonten. Für Familien lohnt sich der Blick auf die Bankpakete: Kantonalbanken und Raiffeisen kombinieren das Gemeinschaftskonto oft mit vergünstigten Kinderkonten, Sparkonten und Mitgliedervorteilen.

Bestes Gemeinschaftskonto für 3 oder mehr Personen

Wenn mehr als zwei Personen ein gemeinsames Konto brauchen, z. B. in einer WG, unter Geschwistern oder in einer Familie mit erwachsenen Kindern, empfiehlt Evaluno das ZKB Gemeinschaftskonto.

Empfehlung

ZKB Partnerkonto

Das Partnerkonto im kostenlosen ZKB Banking lässt sich auf drei oder mehr Personen ausstellen und bleibt dabei ein vollwertiges Bankkonto mit E-Banking, TWINT, eBill und Filialnetz.

  • Vorteil: Kontoführung gratis, auch mit mehr als zwei Inhaberinnen und Inhaber
  • Vorteil: Kein gemeinsamer Wohnsitz nötig
  • Vorteil: Kein Einzelkonto pro Person nötig
  • Vorteil: Filialen und persönliche Beratung
  • Nachteil: Wechselkursaufschlag 1.25 % bei Auslandzahlungen
  • Nachteil: Filialen nur im Kanton Zürich

Was gilt es beim ZKB Partnerkonto zu beachten?

Zwei ZKB Visa Debitkarten sind kostenlos inbegriffen. Ab der dritten ZKB Visa Debit Card kostet diese CHF 3.30 pro Monat, ab dem vierten Privatkonto CHF 1.– pro Monat.

Voraussetzungen für die Eröffnung eines Gemeinschaftskontos

Je nach Anbieter unterscheiden sich die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Gemeinschaftskontos. Insbesondere die maximale Anzahl Inhaber und die Notwendigkeit eines gemeinsamen Wohnsitzes sind zu beachten. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Kriterien der drei Angebote Yuh&Me, neon duo und ZKB:

AnbieterGemeinsamer WohnsitzEigenes Einzelkonto nötigMax. Anzahl InhaberDigital Eröffnung
Yuh&Menicht nötigja (beide)2
neon duonötigja (beide)2
ZKBnicht nötigkeine Einzelkonten nötigmehr als 2

Gemeinschaftskonto eröffnen: so geht's

  1. Kontomodell wählen. Entscheidet zuerst, ob ihr ein digitales Konto (Yuh&Me, neon duo) oder eine klassische Bank als Anbieter wollt.
  2. Voraussetzungen prüfen. Volljährigkeit, allenfalls gemeinsamer Wohnsitz, bei Yuh und neon je ein eigenes Einzelkonto.
  3. Identifikation durchführen. Digital per Video- oder Online-Identifikation, bei klassischen Banken teilweise noch vor Ort mit Ausweis. Alle beteiligten Personen müssen sich identifizieren.
  4. Vertrag unterschreiben. Alle Personen unterschreiben den Kontovertrag, digital in der App oder auf Papier.
  5. Karten bestellen und Daueraufträge einrichten. Miete, Internetabo und wiederkehrende Rechnungen aufs neue Konto umstellen, jede Person richtet ihren monatlichen Dauerauftrag vom persönlichen Konto ein.

Tipp: Behaltet daneben mindestens ein eigenes Konto. Das Gemeinschaftskonto ist für gemeinsame Ausgaben da, nicht als einziges Konto.

Steuern, Todesfall und Einlagensicherung

Wie versteuere ich ein Gemeinschaftskonto?

Bei getrennter Steuererklärung (Konkubinat, WG) deklariert jede Person ihren Anteil am Guthaben und an den Zinserträgen. Bei zwei Personen ist das je die Hälfte, sofern nichts anderes vereinbart ist. Verheiratete Personen deklarieren das Konto in der gemeinsamen Steuererklärung.

Was passiert bei einer Trennung?

Bis zur Auflösung bleiben beim Gemeinschaftskonto beide Personen einzeln verfügungsberechtigt. Jede Person könnte das Konto theoretisch leerräumen, unabhängig davon, wer wie viel eingezahlt hat. Bei einer Trennung solltet ihr das deshalb rasch klären und handeln: Daueraufträge stoppen, Guthaben nach eurem Schlüssel aufteilen und das Konto schliessen. Die Auflösung verlangt bei den meisten Banken die Unterschrift aller Inhaberinnen und Inhaber.

Was passiert im Todesfall?

Stirbt eine Kontoinhaberin oder ein Kontoinhaber, informiert die Bank in der Regel die Erben und kann das Konto bis zur Klärung der Erbfolge einschränken oder sperren (auch bei Einzelzeichnungsrecht). Wie streng die Banken das handhaben, kann sich unterscheiden.

Wie hoch ist die Einlagensicherung?

Bei Banken mit Schweizer Lizenz sind Einlagen über esisuisse bis CHF 100'000 gesichert.

Häufige Fragen

Es gibt keinen. Gemeinschaftskonto ist der offizielle Bankbegriff für ein Konto mit mehreren gleichberechtigten Inhabern, Partnerkonto und Paarkonto sind umgangssprachliche Bezeichnungen für dasselbe Produkt.

Komplett kostenlos ist Yuh&Me: keine Kontogebühr, keine Kartengebühr, eigene Schweizer IBAN, TWINT und eBill inklusive (Stand 19. August 2026). Auch die ZKB bietet ein kostenloses Partnerkonto. Bei der Bank WIR ist das Gemeinschaftskonto mit dem Bankpaket Top kostenlos. Voraussetzung: Zahlungseingang ab CHF 1'500/Monat, Vorsorge ab CHF 20'000, Hypothek ab CHF 300'000 oder Anteilschein CHF 200 einmalig. Die PostFinance bietet das Gemeinschaftskonto ebenfalls kostenlos an, bei Anlagevermögen ab CHF 25'000, Hypothek oder Lebensversicherung.

Ja. Schweizer Banken und Neobanken eröffnen Gemeinschaftskonten unabhängig vom Zivilstand. Ein Partnerkonto geht für Ehepaare, unverheiratete Paare, Geschwister oder WG-Mitbewohnende. Bei einigen Anbietern (neon und UBS) ist ein gemeinsamer Wohnsitz erforderlich.

Je nach Anbieter. neon und UBS verlangen einen gemeinsamen Wohnsitz, andere Anbieter wie Yuh, ZKB, PostFinance nicht.

Bei den digitalen Anbietern nicht: Yuh&Me und neon duo sind auf zwei Personen beschränkt. Die ZKB, Raiffeisen und UBS eröffnen Gemeinschaftskonten auch für drei oder mehr Personen. Für grössere WGs ist das ein entscheidendes Auswahlkriterium.

Paare und Mitglieder von WGs deklarieren je ihren Anteil an Guthaben und Zinsen, im Normalfall die Hälfte pro Person. Ehepaare führen das Konto in der gemeinsamen Steuererklärung unter Vermögen und Zinserträgen auf.

Die Bank kann das Konto nach dem Tod einer Inhaberin oder eines Inhabers bis zur Klärung der Erbfolge einschränken oder sperren. Deshalb sollte das Gemeinschaftskonto nie das einzige Konto sein und der Notgroschen auf dem persönlichen Konto liegen.

Bei Schweizer Banken greift die esisuisse-Einlagensicherung bis CHF 100'000.

Das Guthaben steht im Zweifel beiden je zur Hälfte zu, sofern keine andere Vereinbarung besteht. Jede Person kann das Konto sperren lassen. Für die Auflösung braucht es in der Regel beide Unterschriften. Am einfachsten: Guthaben einvernehmlich aufteilen, Daueraufträge stoppen, Konto gemeinsam saldieren.

Bei vielen klassischen Banken ja, die zweite Person wird nach Identifikation als Mitinhaberin aufgenommen. Bei Yuh und neon nicht: Dort wird das Gemeinschaftskonto immer als neues, zusätzliches Konto eröffnet.

Nein. Zak bietet geteilte Spartöpfe innerhalb eines Einzelkontos an, das Konto gehört einer Person allein, und Rechnungen lassen sich nicht direkt aus einem geteilten Topf bezahlen. Ein echtes Gemeinschaftskonto mit zwei gleichberechtigten Inhabern gibt es bei Zak nicht.

Bei den digitalen Anbietern nicht: Sowohl bei Yuh&Me als auch bei neon duo bleibt das Investieren dem persönlichen Einzelkonto vorbehalten. Wer ein gemeinsames Depot will, braucht eine klassische Bank und ein Gemeinschaftskonto. Swissquote bietet seit Dezember 2025 ein Gemeinschaftskonto, bei dem beide gemeinsam investieren können.

Bei Yuh&Me bis zu vier Mastercards (je eine virtuelle und eine physische pro Person), bei neon duo zwei Debit-Mastercards (einmalig CHF 10 pro Karte). Klassische Banken wie die ZKB oder die Migros Bank geben in der Regel eine Debitkarte pro Inhaber aus.

In der Regel nein: Die Saldierung braucht die Unterschrift aller Inhaber. Sperren lassen kann das Konto hingegen meist jede Person einzeln, das ist ein wichtiger Unterschied im Streitfall.

Rechtlicher Hinweis

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