So findest du das beste Freizügigkeitskonto
Drei Kriterien entscheiden, welches Freizügigkeitskonto sich für dich lohnt: der Zinssatz, die Gebühren und die Sicherheit des Anbieters.
Zinssatz: Kleine Unterschiede, grosse Wirkung
Die Zinssätze reichen aktuell von 0.00% bis 0.50% pro Jahr. Was nach wenig klingt, summiert sich: Bei einem Guthaben von CHF 100'000 bringt ein Konto mit 0.50% Zins über fünf Jahre rund CHF 2'500. Bei einem Konto mit 0.05% Zins erhältst du nur rund CHF 250.
Da Freizügigkeitsguthaben oft hoch sind und lange liegen bleiben, ist der Zins das wichtigste Vergleichskriterium. Beachte: Die Banken passen ihre Zinssätze regelmässig an, ein erneuter Blick in den Vergleich lohnt sich deshalb auch später.
Gebühren: Kontoführung, Saldierung und Vorbezug
Die meisten Freizügigkeitskonten sind in der Führung kostenlos, einzelne Anbieter verlangen jedoch jährliche Gebühren. Häufiger fallen Kosten bei der Saldierung des Kontos oder beim Vorbezug für Wohneigentum an. Die Kosten betragen teilweise zwischen CHF 100 bis 500. Hohe Gebühren können den Zinsvorteil zunichtemachen. Prüfe deshalb vor der Eröffnung beim Anbieter die Gebühren.
Sicherheit: Konkursprivileg und Staatsgarantie
Vorsorgegelder (Freizügigkeit und Säule 3a) zusammen sind im Konkursfall einer Bank bis CHF 100'000 pro Person privilegiert, und zwar zusätzlich zu deinen normalen Bankguthaben. Hast du also 3a-Konto und Freizügigkeitskonto bei derselben Bank, gilt die Limite für beide Guthaben gemeinsam. Bei den meisten Kantonalbanken kommt eine Staatsgarantie des Kantons hinzu. Liegt dein Vorsorgeguthaben deutlich über CHF 100'000, kannst du die Sicherheit erhöhen, indem du deine Austrittsleistung beim Verlassen der Pensionskasse auf zwei Freizügigkeitseinrichtungen bei verschiedenen Banken aufteilst.
Freizügigkeitskonto eröffnen und wechseln in 3 Schritten
Ein Freizügigkeitskonto kannst du jederzeit eröffnen oder zu einem Anbieter mit besseren Konditionen wechseln. So gehst du vor:
- Konto eröffnen: Wähle im Vergleich den Anbieter mit den besten Konditionen und eröffne das Konto. Bei vielen Anbietern geht das online in wenigen Minuten.
- Übertrag veranlassen: Teile deiner Pensionskasse (oder bei einem Wechsel deiner bisherigen Freizügigkeitseinrichtung) die neue Kontonummer mit und beauftrage die Überweisung. Wichtig: Es kann immer nur das gesamte Guthaben eines Kontos übertragen werden.
- Altes Konto saldieren: Bei einem Wechsel lässt du das bisherige Konto auflösen. Prüfe vorab, ob dein alter Anbieter eine Saldierungsgebühr verlangt.