Warum es sich lohnt, das 3a-Konto zu wechseln
Viele zahlen jedes Jahr in die Säule 3a ein, sei es auf ein klassisches 3a-Sparkonto oder in eine 3a-Wertschriftenlösung. Doch nur wenige prüfen regelmässig, ob ihr aktuelles Konto noch gute Konditionen bietet.
Dabei kann ein Wechsel bares Geld wert sein:
- Zinsen: Die Zinssätze der 3a-Konten liegen aktuell zwischen 0 % und 1 % (Stand 2. Oktober 2026, 3a-Konto-Vergleich von Evaluno mit über 100 Konten). Wer beim Anbieter am unteren Ende bleibt, verschenkt bis zu einem Prozentpunkt pro Jahr.
- Gebühren: Gerade bei 3a-Fonds sind die laufenden Kosten entscheidend. Die jährlichen Gesamtkosten reichen von 0.1 % bis rund 1.7 % (Stand 30. Juni 2026, 3a-Fonds-Vergleich von Evaluno mit über 300 Fonds).
- Rendite: Wer statt aufs Sparkonto auf Fonds setzt, hat langfristig deutlich bessere Ertragschancen, bei entsprechenden Schwankungen.
- Flexibilität: Einzelne Anbieter lassen dich dein Portfolio selbst zusammenstellen, statt einen fixen Strategiefonds zu wählen.
- Bedienung: Digitale Anbieter bieten oft eine übersichtlichere App und schnellere Abläufe.
Lohnt sich ein Wechsel für dich?
- Liegt dein Geld auf einem Sparkonto? Der Wechsel in eine Wertschriftenlösung bringt oft mehr als ein reiner Anbieterwechsel.
- Zahlst du mehr als 0.6 % Gesamtkosten pro Jahr? Dann gibt es günstigere Alternativen. Im 3a-Fonds-Vergleich kannst du nach Gebühren sortieren.
- Bleiben dir mehr als 10 Jahre bis zur Pensionierung? Dann kann ein höherer Aktienanteil sinnvoll sein, weil du Zeit hast, Schwankungen auszusitzen.
Welche Regeln gelten beim 3a-Konto-Wechsel?
Bevor du dein 3a-Konto wechselst, solltest du einige Punkte kennen:
- Anzahl Konten: Du darfst beliebig viele 3a-Konten parallel führen; eine gesetzliche Obergrenze gibt es nicht. Einzelne Anbieter begrenzen die Zahl intern, oft auf fünf Konten.
- Kein direkter «Umzug»: Ein 3a-Konto lässt sich nicht einfach umbuchen. Du eröffnest ein neues Konto und lässt das Guthaben vom alten Anbieter übertragen, und zwar immer das ganze Konto. Teilüberträge sind nicht zulässig.
- Steuerlich neutral: Der Übertrag ist steuerfrei, solange das Kapital in der Säule 3a bleibt.
- Kündigungsfristen: Einzelne Banken kennen Kündigungsfristen, viele digitale Anbieter keine. Hältst du eine Frist nicht ein, kann eine Gebühr anfallen. Schau deshalb vor dem Wechsel ins Reglement deines Anbieters.
Wie lange dauert der Wechsel?
Beim Sparkonto dauert der Übertrag meist nur wenige Tage bis Wochen. Bei Wertschriftenlösungen kommen Fondsverkauf und Transfer dazu, rechne mit mehreren Wochen. Eine allfällige Kündigungsfrist deines bisherigen Anbieters verlängert den Wechsel zusätzlich.
3a-Konto wechseln in 4 Schritten
1. Anbieter vergleichen
Im 3a-Konto-Vergleich siehst du die Zinsen der Sparkonten, im 3a-Fonds-Vergleich die Gebühren und die Performance der Fondslösungen. Kleine Unterschiede summieren sich über Jahrzehnte zu grossen Beträgen.
2. Neues 3a-Konto eröffnen
Entscheide dich für einen Anbieter und eröffne dort dein Konto. Online geht das oft in wenigen Minuten.
3. Übertrag veranlassen
Teile deinem bisherigen Anbieter schriftlich mit, dass du das Guthaben auf das neue 3a-Konto übertragen lassen willst. Die nötigen Formulare erhältst du meist direkt vom neuen Anbieter.
4. Bestätigung prüfen
Nach einigen Tagen bis Wochen sollte das Geld beim neuen Anbieter eingetroffen sein. Prüfe den Betrag und kontrolliere, ob keine unnötigen Gebühren belastet wurden.
Tipps und Stolperfallen beim Anbieterwechsel
- Übertragungsgebühren prüfen: Viele Anbieter übertragen kostenlos, einzelne verlangen eine Gebühr. Frag vor dem Wechsel nach den Konditionen.
- Fondsverkauf einplanen: Bei Wertschriftenlösungen werden die Anteile für den Übertrag in der Regel verkauft; dein Geld ist während des Transfers kurz nicht investiert. Gewinne bleiben steuerfrei, solange das Kapital in der Säule 3a bleibt.
- Vorsicht bei Versicherungspolicen: Bei 3a-Versicherungslösungen liegt der Rückkaufswert in den ersten Jahren oft deutlich unter den einbezahlten Prämien. Lass dir den Rückkaufswert geben, bevor du kündigst.
- Mehrere Konten nutzen: Bestehendes 3a-Guthaben lässt sich nicht aufteilen. Du kannst aber künftige Beiträge auf ein zusätzliches 3a-Konto einzahlen. So verteilst du den Bezug im Alter auf mehrere Jahre und brichst die Steuerprogression.
Fazit: Wechseln lohnt sich oft
Ein 3a-Konto zu wechseln ist unkompliziert und kann sich finanziell lohnen, sei es durch bessere Zinsen, tiefere Gebühren oder eine passendere Anlagestrategie. Im 3a-Konto-Vergleich und im 3a-Fonds-Vergleich von Evaluno siehst du in wenigen Minuten, welches Angebot zu dir passt.
Rechtlicher Hinweis
Evaluno leistet keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung und ersetzt keine persönliche Beratung.